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Vogtland Philharmonie krönt 8. Sinfoniekonzert mit Peter Tschaikowski

Reichenbach. Jede Frau, jeder Mann auf der Bühne wird gebraucht. Und zwar voll und ganz. Peter Tschaikowskis 5. Sinfonie in e-Moll mit ihrer außerordentlichen Dramatik und reichen Instrumentation eignet sich hervorragend, dafür den Beweis anzutreten. Die Vogtland Philharmonie beschloss mit dem Werk am Mittwochabend im Reichenbacher Neuberinhaus ihr 8. Sinfoniekonzert und ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, ihre ganze Masse und Klasse zu zeigen.

Mit voller Kraft und Leidenschaft

Dabei gelang unter dem einmal mehr Überragendes leistenden Chefdirigenten Jirí Malát wirklich Erstaunliches. So wurde von Anfang an bei den ausgedehnten dynamischen Steigerungen mit voller Kraft und Leidenschaft musiziert. Nicht allein, dass das Orchester auf der Länge der Distanz darin nicht nachließ; es vermochte sogar Zug um Zug noch zuzulegen und bot dabei ein ums andere Mal ein packendes Bild äußerer und innerer Bewegung. Hinzu kam eine in allen Lautstärken vorbildliche Deutlichkeit der Artikulation.

Aber auch in den ruhigen, durchsichtig
angelegten Passagen, wo oft der Einzelne gefordert war, wusste man durchweg zu überzeugen, stand ein jeder mit Bravour ein für die Unersetzlichkeit seines Instruments. Da gelang etwa Gerhard Kühn im Andante cantabile ein von tiefer Poesie erfülltes Hornsolo. Und Takashi Hagiwara machte es nichts aus, ab und an mit seinem Fagott allein auf weiter Flur zu sein. Er ließ es nur umso schöner klingen, hatte sogar in Sachen Wärme und Geschmeidigkeit des Tons gelegentlich gegenüber den hohen Holzbläsern die Nase vorn. Nach der Tschaikowskis sensibler Kunst so glücklich nachspürenden Sinfonie gab es jede Menge Bravos sowie ausgiebigen Sonderbeifall für die einzelnen Register und den Mann am Pult.

Kunstvolles Spiel

Vor der Pause, bei Sergei Prokofjews 1. Klavierkonzert, lag der Pegel der Zustimmung ein Stück tiefer. Das vergleichsweise kurze Jugendwerk steht für eine andere Musiktradition. Hier schüttet der Komponist nicht bedenkenlos sein Herz aus, er treibt eher ein kunstvolles Spiel mit Rhythmen, Themen und den Möglichkeiten des Flügels. Dieses Spiel kann seinen Zauber allerdings erst voll entfalten, wenn Solist und Orchester restlos eins sind.

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