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Höhepunkt des Orchesterballs war die Riesengeige aus Markneukirchen, die es zum Eintrag ins Guinness-Buch der Weltrekorde 2012 gebracht hat. (Foto: Silke Groß)

In das Neuberinhaus nach Reichenbach eingeladen hatten zum 17. Orchesterball am Sonnabend der Förderverein der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach und die Förderer des Orchesters der beiden sächsischthüringischen Vogtlandkreise.

Die Veranstaltung repräsentiert gepflegte Ball-Atmosphäre für jene, die bei guter Live-Musik und gastronomischer Betreuung das Tanzbein schwingen möchten. So waren auch in der 17. Auflage die Karten schnell vergriffen und die Erwartungen hoch. Traditionsgemäß eröffnete die Philharmonie unter der Leitung von Jiri Malat das Ballgeschehen. Generalmusikdirektor Stefan Fraas stand zeitgleich im tschechischen Prag am Pult des Dirigenten.

Durch das von Tanzrunden unterbrochene Programm führte Jan Meinel. Er zeichnete darüber hinaus Florentina Grusz und Steffen Trommer für ihre 25-jährige Orchesterzugehörigkeit aus.

Als Solistin konnte die Sopran-Sängerin Christa Maria Dalby gewonnen werden. Die junge Musikerin erhielt für ihre Arien aus der Feder von Rossini und Puccini herzlichen Applaus, bevor im Finale Mozarts Ouvertüre "Le nozze di Figaro" zu hören war.

Riesengeige avanciert zum Höhepunkt

Zum Höhepunkt des Abends avancierte die Riesengeige aus der Musikstadt Markneukirchen, die den 15 daran beteiligten Geigenbaumeistern einen Eintrag in das Guinness-Buch der Weltrekorde 2012 bescherte. Als Vorlage für das 4,27 Meter große und 131 kg schwere Instrument diente die von Geigenbauer Johann Georg Schönfelder (1750-1824) geschaffene Violine.

Für die Riesenvioline wurde Fichte, Ahorn und Ebenholz verarbeitet. Allein der Bogen hat eine Länge von mehr als fünf Metern. Angefertigt wurde sie aus Anlass der 650-Jahr-Feier der Stadt Markneukirchen. Mehr als 1700 Arbeitsstunden waren dafür nötig, bis sie fertiggestellt war. Mit der eigens dafür komponierten "Rhapsodie für Riesengeige und Orchester" von Stephan König ließen Frank Schlegel, Udo Kretzschmann und Ekkeard Seidl das Instrument erklingen. Klebestreifen auf dem Boden markierten den Bogenführern die Winkel, in denen sie zu laufen hatten, um die richtige Melodie erklingen zu lassen. Wie vor der Weltpresse in London und zu den Stelzenfestspielen in Reuth wurde kräftig applaudiert.

Die Philharmoniker boten als Einlage Chorgesang als "Kanonischen Abfall der Klassik". In der Moderation von Dr. Wolfgang Horlbeck war außerdem auf lockere Weise unter anderem zu erfahren, dass Beethoven nur sieben Noten und vier Worte für den wohl kürzesten Kanon "Das Leben ist kurz" brauchte.

Zum Mitsingen aufgefordert wurde das Publikum bei dem Titel "Nun will der Lenz uns grüßen", eines der schönsten und ältesten deutschen Frühlingslieder. Ausreichend Gelegenheit zum Tanz boten die "Firebirds" mit ihrer beschwingten Musik, die aus einer Mischung aus Rock-Pop und Klassik bestand.

Silke Groß/30.04.12/OTZ

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