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Sopranistin Gabriele Rösel entführte die Besucher in der Wisentahalle ins Reich der Operette. Foto: Renate Klein

Schleiz. Gleich zweimal sprangen die heftig applaudierenden Gäste am Sonntagabend in der Schleizer Wisentahalle zum Schluss der "Großen Johann Strauß Gala" von ihren Sitzen, um der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach nebst ihren Solisten mit Ovationen im Stehen Anerkennung zu zollen.

Vorstandsmitglied Dirk Heinrich begrüßte die Musikfreunde im Namen der Kreissparkasse Saale-Orla zu diesem ganz besonderen Abend, der den Auftakt zur Konzertsaison gab und gleichzeitig dem 20-jährigen Bestehen der Philharmonie gewidmet war. "Ich beglückwünsche Sie zum Jubiläum und spreche Ihnen im Namen unseres Vorstandes Dank sowie Anerkennung für Vielseitigkeit, Qualität, Flexibilität und gute Zusammenarbeit aus", sagte er den Musikern, die allesamt von Anfang an dabei sind. Heinrich erinnerte an das erste Konzert in Schleiz, das am 27. April 1993 im Dachgeschoss der Sparkasse durchgeführt wurde. Bald platzte der Raum aus allen Nähten, und das führte zum Bau der Wisentahalle. 2011 wurden dort 160 Veranstaltungen organisiert für insgesamt rund 27 000 Besucher.

Als Dirigent Jiri Malat den Taktstock hob, konnte man mit Weisen aus "Die Fledermaus" von Johann Strauß in die Welt der Operette eintauchen. Die für dieses Genre typische Koketterie brachte Sopranistin Gabriele Rösel gekonnt stimmlich wie auch mimisch zum Ausdruck. Ein Raunen ging durch das Publikum, wenn sie mehrmals jeweils in einer anderen schulterfreien, traumhaften Robe die Bühne betrat.

Unerwartet stimmgewaltig rüttelte Tenor Michael Heim mit seinen ersten Takten das Publikum auf. "Freunde, das Leben ist lebenswert" aus "Giuditta" von Lehar war bestens geeignet, jeder Depression sofort den Garaus zu machen. Auch im Duett waren die beiden Solisten unschlagbar. Mit viel Freude am Komödiantischen brachten sie ihre Gäste oft zum Lachen und setzten sich dabei mit sehr gut geschulten Stimmen mühelos gegen das große Orchester durch. Beide sind weltweit in verschiedenen Bereichen des Gesanges erfolgreich. Bekannte Weisen wie "Jetzt geh ich ins Maxim", "Komm Zigany", "Ob blond, ob braun", mit viel Temperament von Orchester und Solisten dargebracht, sorgten für beschwingte Stimmung im Saal.

Jiri Malat schwitzte beim Dirigieren. Kein Wunder, erfordern doch flotte Titel auch von ihm höchsten körperlichen Einsatz. Für eine passende Moderation sorgte Falko Maiwald. Er verriet Unbekanntes zu den Musikstücken und den Komponisten.

Sehr zufrieden, vielleicht sogar ein wenig schwebend, verließ das Publikum den Saal, und das lag nicht an dem Glas Sekt, das man sich in der Pause im "Boxenstopp" geholt hatte. Musikfreunde können sich schon den 2. Dezember vormerken für das Adventskonzert der Vogtland Philharmonie.

Renate Klein / 25.09.12 / OTZ

 

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