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philharmonic rock

Mit einem Festkonzert eröffnet die Philharmonie vor ausverkaufter Vogtlandhalle die Jubiläumssaison. Solistin Hyeyoon Park verzauberte das Publikum mit van Beethovens Violinkonzert D-Dur.

Greiz. Dieser festliche Konzertabend am Freitag in der ausverkauften Vogtlandhalle entsprach mit dem 1. Sinfoniekonzert dieser Saison in allem der Bedeutung des 20jährigen Jubiläums der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach(VPH), sowohl das Programm als auch die niveauvolle Interpretation der Werke unter Leitung ihres Chefdirigenten Jirí Malát.

Letztere garantierte schon die 20-jährige Südkoreanerin Hyeyoon Park, ARD-Preisträgerin 2009, mit ihrer jugendlichen und zugleich reifen Gestaltung von Ludwig van Beethovens Violinkonzert in D-Dur. Lupenreine Intonation und technische Perfektion waren bei ihr die Voraussetzung für eine Interpretation, in der die Lyrik der ersten beiden Sätze mit Zartheit und Intensität zugleich wunderschönen Ausdruck fand. In der motivischen Verarbeitung Beethovens spürte sie emotionale Regungen auf und gestaltete sie mit tonlicher Farbigkeit und dynamischer Differenzierung. Malát und die Musiker assistierten ihr dabei mit feinfühliger sinfonischer Begleitung. Prägnant artikuliert, in seiner Fröhlichkeit mitreißend, gestalteten Solistin und Orchester den 3.Satz des Konzertes. In Wolfgang Schneiderhans Kadenzen zeigte die Solistin Virtuosität und zupackendes Spiel, empfindsam spielte sie danach einen Satz aus der Solosonate C-Dur Johann Sebastian Bachs als Zugabe.

Im Kontrast zu Beethovens innerer Ausgewogenheit stand das zweite Werk des Abends: Gustav Mahlers 1. Sinfonie in D-Dur, "Der Titan". Entstanden in einer Zeit des musikalischen Umbruchs beginnt sie romantisch "wie ein Naturlaut" mit Vogelrufen und einem liedartigen Hauptthema, das die Celli mit warmem Ton intonierten. Bäuerlich vital gestaltete Malát den 2. Satz, dessen relativ heile Welt im 3. Satz unterbrochen wird: Über einem Quartenmotiv in der Pauke folgt ein Trauermarsch, mit dessen Bitterkeit und Ironie sich die Vogtland Philharmonie, vor allem die Bläser, voll identifizierte. Emphatisch gestaltete Malát mit den Philharmonikern das Finale mit seinen mysteriösen Paukenwirbeln, seiner gesangvollen Melodik und dem von den Hörnern intonierten Hymnus. Dieses Festkonzert war ein glanzvoller Saisonauftakt.

 

Irmengart Müller-Uri / 17.09.12 / OTZ

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